FFF-Gletscherwelten

Freeze For Future – Jugendliche schaffen virtuelle Gletscherwelten für die Zukunft der Klimawandelbildung

Klimawandel und Gletscherrückzug sind keine für die Zukunft aufgestellten Prognosen mehr, sie sind die Realität im Hier und Jetzt, auch in Österreich. Schon in wenigen Jahren wird in Klimabildungssettings eine Begehung vieler Gletscher in Österreich aufgrund ihres Abschmelzens bzw. Zerfalls nicht mehr möglich sein. Das Projekt „Freeze For Future – Gletscherwelten“ möchte daher das aktuelle Zeitfenster nutzen, um die derzeit noch möglichen Gletscherbegehungen für die Klimabildung der Zukunft über Virtual Reality (VR) „einzufrieren“. Die virtuellen FFF-Gletscherwelten ermöglichen darüber hinaus den problemlosen „Zugang zum Gletscher“ für zahllose Jugendliche in Klimawandelbildungssettings, und dies ganz ohne großen organisatorischen und finanziellen Aufwand sowie ohne Klima-Fußabdruck durch Anreise etc. Jugendlichen mit Behinderung wird der Zugang zum Gletscher (und nachfolgend zu anderen Settings im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung) mit solchen VR überhaupt erst möglich.

In dem Projekt werden Daten aus Octocopterbefliegungen mit unterschiedlichen Laserscannern und Kameras sowie anschließender aufwändiger Software-Bearbeitung zum virtuellen dreidimensionalen „Erhalt der Gletscher“ zu den Aufnahmezeitpunkten führen. Auch der eindrucksvolle Rückzug der Gletscherstände und der daran geknüpfte, visualisierbare Volumenverlust zwischen den Aufnahmen stellen das informative und individuell digital erkundbare Potenzial des Projektvorhabens dar. Damit diese für die Klimabildung effektiv wirksam werden können, werden die zu schaffenden Lernwelten von den jugendlichen Forschenden selbst gestaltet und über die Prototypreife bis hin zur endgültigen Version evaluiert und entwickelt. Insgesamt werden daher über 1.000 Schülerinnen und Schüler direkt und indirekt am Projekt teilnehmen. Bei diesem Citizen Science-Vorhaben werden die Jugendlichen längerfristig sowohl von nationalen wie internationalen Expertinnen und Experten aus der Klimawandelbildung als auch aus dem Bereich Virtual Reality (VR)-Education und Laser- und Copter-Technik begleitet und unterstützt.

Die virtuellen Welten sollen künftig dazu dienen, dass mehr Menschen das "Erlebnis Natur" und damit auch den Wert dessen Schutzes verstehen können. Die Realität der Alpengletscher, deren Stand zirka zehn Jahre hinter den eigentlichen Klimabedingungen hinterher liegt, macht deutlich, wie dringend ein „Freezing For Future“ ist, bevor es dafür zu spät ist.