Kochsalzgehalt im Salzbad: Leitfähigkeitsmessung als neue Option für die Prozesskontrolle

Kochsalzgehalt im Salzbad: Leitfähigkeitsmessung als neue Option für die Prozesskontrolle

05. Mai 2026

Die Abteilung Chemie der HBLFA Tirol hat das Forschungsprojekt „Bestimmung des Kochsalzgehalts in Salzbädern durch Leitfähigkeitsmessung“ abgeschlossen und veröffentlicht. Ziel war es, den Kochsalzgehalt in Salzbädern für Käse künftig über die Leitfähigkeit zu erfassen – als praxisnahe Alternative zur Dichtemessung mit der Baumé‑Spindel. Somit wird der milchverarbeitenden Praxis eine zeitgemäße Alternative für die laufende Prozesskontrolle zur Verfügung gestellt.

Die Untersuchungen zeigen: Zwischen Kochsalzgehalt und Leitfähigkeit besteht ein klarer Zusammenhang. Damit lässt sich der Salzgehalt einfach, rasch und sicher bestimmen. Ein zusätzlicher Vorteil für viele Betriebe: Leitfähigkeitsmessgeräte sind häufig bereits vorhanden, etwa zur Überwachung der Konzentration von Reinigungs- und Desinfektionslösungen (CIP‑Kontrolle).

Auf Basis der Projektergebnisse bietet die HBLFA Tirol ab sofort ein Validierungs‑Service an: im Rahmen der Untersuchung von eingesendeten Salzbädern wird im Labor ergänzend neben dem Kochsalzgehalt mittels Titration auch die Leitfähigkeit gemessen. So kann die Methode betriebsspezifisch validiert werden.

Nach erfolgreicher Validierung stellt die HBLFA Tirol kostenfrei eine digitale Umrechnungshilfe der Leitfähigkeit in einen Kochsalzgehalt inklusive Anleitung zur Verfügung. Diese kann zugleich als praxistaugliches Protokoll zur Dokumentation verwendet werden. Somit wird eine niederschwellige Integration der neuen Messmethode in den Betriebsalltag ermöglicht, was die Produktqualität im Sinne einer stabilen Prozessführung gezielt unterstützt.

 

Link zum Forschungsbericht: https://dafne.at/projekte/naclleit

Kontakt: office@hblfa-tirol.at

 

Veröffentlicht am 06.05.2026