Das Grundbuch ist das zentrale öffentliche Register in Österreich, in dem alle Grundstücke sowie die damit verbundenen Rechte und Belastungen eingetragen sind. Es besteht aus dem Hauptbuch, dem Grundstücksverzeichnis und der Urkundensammlung. Eingetragen werden unter anderem Eigentumsverhältnisse, Wegerechte, Wohnrechte, Pfandrechte, Dienstbarkeiten oder Belastungen wie Hypotheken. Da das Grundbuch öffentlich einsehbar ist, bietet es hohe Rechtssicherheit: Wer ein Grundstück erwerben, veräußern oder belasten möchte, kann sich zuverlässig über den rechtlichen Status informieren.
Für Land- und Forstwirt:innen ist fundiertes Wissen über das Grundbuch besonders wichtig. Landwirtschaftliche Flächen sind oft großflächig, vielfältig genutzt und teilweise historisch belastet – etwa durch Wegerechte, Wasserrechte oder Nutzungsvereinbarungen. Auch Grenzverläufe, Bewirtschaftungsrechte und Eigentumsstrukturen spielen eine zentrale Rolle für den täglichen Betrieb. Die Kenntnis der eigenen Grundbuchseinträge erleichtert nicht nur rechtssichere Investitionen, Pacht- und Kaufentscheidungen, sondern hilft auch, Konflikte zu vermeiden und langfristig planungssicher zu wirtschaften.
Ein lehrreicher Vormittag mit vielen praktischen Einblicken!
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Rupprechter und Herrn Nigg für den interessanten Lehrausgang!