Die HBLFA Tirol durfte kürzlich besonderen Besuch begrüßen: Assistenzprofessor Priv.-Doz. MMag.Dr.rer.nat. Johannes Dominikus Pallua MSc PhD stellte gemeinsam mit BMA Miranda Klosterhuber (beide von der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie, Medizinische Universität Innsbruck) das interdisziplinäre Virtual-Reality-Projekt „Vogel aus dem Eis“ vor. Begrüßt wurde das Team von Direktor Hofrat Mag. Ronald Zecha, Hofrat Dr. Klaus Dillinger, Mag.a Johanna Koch und DI.in Andrea Danklmaier. Besonderes Interesse zeigten auch 22 Schülerinnen, die sich mit großer Aufmerksamkeit und vielen Fragen an der Diskussion beteiligten.
Im Zentrum des Besuchs stand die Frage, wie Wissenschaft heute so vermittelt werden kann, dass sie nicht nur verständlich, sondern auch unmittelbar erlebbar wird. Genau hier setzt „Vogel aus dem Eis“ an: Das Projekt verbindet Forschung und modernste Extended-Reality-Technologien (XR/VR) und macht einen außergewöhnlichen Tiroler Fund als interaktive Expedition zugänglich. Nutzerinnen und Nutzer „betreten“ virtuell die Fundstelle in den Ötztaler Alpen und erleben Schritt für Schritt, wie naturwissenschaftliche und medizinische Methoden eingesetzt werden, um die Vogelmumie zu untersuchen.
Für die Schülerinnen bot der Austausch eine greifbare Perspektive darauf, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert: „Vogel aus dem Eis“ ist ein gemeinsames, multidisziplinäres Projekt der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) und der Universität Innsbruck. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Analytische Chemie unter Univ.-Prof. Mag. Dr. Christian W. Huck, der das Projekt leitet. Ergänzend fließen Expertise aus Medizin, Biologie, Archäologie und Technologieentwicklung ein – und zeigen anschaulich, wie Forschungsthemen heute über Fachgrenzen hinweg bearbeitet werden.
Neben der Projektpräsentation stand auch das Kennenlernen der HBLFA Tirol im Fokus. Das Projektteam zeigte sich beeindruckt von der Schule, ihren vielfältigen Kompetenzen und den Möglichkeiten, die von praxisnaher Ausbildung bis zu forschungsorientierten Zugängen reichen. Der Besuch unterstreicht, wie wertvoll die Schnittstelle zwischen Schule und Universität ist – besonders dann, wenn innovative Formate Wissenschaft für junge Menschen erlebbar machen und Interesse an naturwissenschaftlichen sowie technischen Fragestellungen nachhaltig fördern.
Kurzinfo: „Vogel aus dem Eis“
Virtuelles XR/VR-Vermittlungsformat rund um eine ca. 350 Jahre alte Purpurreiher-Mumie
Ausgangspunkt: Fund im Jahr 2015 am Gurgler Ferner (Ötztaler Alpen)
Wissenschaftliche Methoden u. a.: Mikro-CT, MRT, Histologie (digital nachvollziehbar in der VR)
Quellen und weiterführende Informationen:
https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2025/virtuelle-reise-zu-350-jahre-altem-fund/
https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/792706.html
https://tirol.orf.at/stories/3307315/
https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/virtuelle-expedition-in-die-eiszeit/